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Wie viel Transaktionen pro Zeiteinheit sind genug?

Der eingesetzte Kryptoalgorithmus beeinflusst, wie viele Transaktionen pro Zeiteinheit in einer Blockchain verarbeitet werden können. Wie viel ist genug?

Die Bitcoin-Blockchain und auch die Ethereum-Blockchain können derzeit 7 bis 10 Transaktionen pro Sekunde verarbeiten. Dies liegt unter anderem am eingesetzten Proof-of-Work-Algorithmus zur Konsensbildung. Die „difficulty“ des mathematischen Rätsels, das die validierenden Knoten lösen müssen, soll ja gerade so beschaffen sein, dass ein signifikanter Rechen- und damit auch Zeitaufwand verbunden ist. Dies ist ein Teil des Sicherheitskonzeptes von Public Blockchains.

Bei Enterprise Blockchain Implementierungen sieht dies jedoch häufig anders aus. Sie warten mit mehreren Tausend Transkationen pro Sekunde auf. Für die meisten Szenarien in Unternehmen ist dies völlig ausreichend, zum Beispiel bei Track & Trace-Prozessen in der Logistik. Erst wenn Szenarien betrachtet werden, bei denen das Geschäftsnetzwerk extrem viele Teilnehmer hat oder kleinteilige Transaktionen betrachtet werden (z. B. IoT) reichen auch diese Skalierungs-Level nicht aus.

Für diese Szenarien werden sogenannte Second Layer-Konzepte eingesetzt. Dabei wird nicht jede einzelne Transaktion sofort auf der Blockchain dokumentiert, sondern es werden mehrere Transaktionen gesammelt und beispielsweise nur die Bilanz über alle gesammelten Transaktionen in der Blockchain festgehalten. Dieses Sammeln erfolgt außerhalb der Blockchain („offchain“), ist jedoch ebenfalls über starke Kryptographie-Verfahren abgesichert, sodass an der Charakteristik und Sicherheit der Blockchain keine Abstriche gemacht werden müssen.

Durch diese Implementierungen werden Millionen von Transaktionen möglich, die dann beispielsweise auch umfangreiche Micropayment-Transaktionen innerhalb eines großen Netzwerkes abbilden können. Diese Konzepte werden häufig Payment- oder State-Channel genannt.

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Umgang mit großen Datenmengen
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