DER BLOCKCHAIN-PLAZA BLOG

Immer wissen, was los ist bei Blockchain.

Umgang mit großen Datenmengen

Eine Blockchain sollte nur geringe Datenmengen speichern. Massendaten gehören nicht in die Blockchain. Wo sollen sie stattdessen bleiben? In der Praxis muss man sich also gut überlegen, welche Alternativen es gibt.

Alle in einer Blockchain gespeicherten Daten werden über Peer-to-Peer-Verfahren an alle Knoten des Netzwerkes repliziert. Daher ist es problematisch, Massendaten in die Blockchain zu schreiben. Hier werden andere Verfahren benötigt, um Transaktionen mit großen Nutzdaten zu verarbeiten. Die Lösung ist erstmal sehr simpel: In der Blockchain selbst werden nur die Metadaten einer Transaktion hinterlegt, beispielsweise „zum Zeitpunkt X hat Teilnehmer Y mit Teilnehmer Z eine Transaktion mit der Nummer W durchgeführt“.

Die zu Transaktionsnummer W gehörenden Nutzdaten werden in externe Datenspeicher, zum Beispiel klassische Datenbanken, gespeichert, die zentralisiert in einem Rechenzentrum oder in der Cloud betrieben werden. Die Anwendungslogik greift nun über etablierte Mechanismen auf diese Daten zu. Die Blockchain wird also zunächst dafür verwendet, die Transaktionshistorie transparent und manipulationssicher zu protokollieren. Zusätzlich soll aber auch Manipulationssicherheit für die Nutzdaten der Transaktion über die Blockchain garantiert werden. Dazu werden Hash-Werte über die Nutzdaten gebildet und diese Hashes zusätzlich zu den Metadaten der Transaktion in der Blockchain festgeschrieben. Werden nun die Daten in der Datenbank manipuliert, ändert sich ihr Hash-Wert und der Blick in die Blockchain zeigt, dass beide nicht mehr zusammenpassen. Es hat also eine Datenänderung, möglicherweise eine Manipulation, stattgefunden.

Für Szenarien, in der auf zentral betriebene Datenspeicher zurückgegriffen werden kann, ist dieses Architektur-Muster äußerst wertvoll und effizient.

Gerade bei sehr großen, anonymen oder losen Geschäftsnetzwerken, in denen ein zentraler Datenspeicher zur Verfügung steht, kann auf dezentrale Datenspeicher-Methoden wie IPFS zurückgegriffen werden. Diese Methoden erlauben die sichere, dezentrale Ablage großer Nutzdaten.

 

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